Ein wirksames Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit – das fordert die Caritas von der Politik. Der Wiener Caritasdirektor Michael Landau sprach sich unlängst im Ö1-Interview auch für eine Diskussion über die 35-Stunden-Woche aus. Die vorhandene Arbeit müsse gerechter verteilt werden, so Landau. Für die 35-Stunden-Woche gebe es internationale Beispiele, die man sich genau ansehen sollte. „So mancher Politiker redet sich das Ende der Wirtschaftskrise herbei, tatsächlich ist die soziale Krise noch lange nicht überwunden“, so Landau. 330.729 Menschen waren Ende April österreichweit beim Arbeitsmarktservice (AMS) als erwerbslos gemeldet, weitere 81.050 Personen waren in Schulungen. Nach Angaben der Caritas kommen derzeit auf eine freie Stelle 13 erwerbslose Personen. Seit langem gebe es außerdem ein hohes Maß an struktureller Erwerbslosigkeit, das durch die Wirtschaftskrise noch verschärft wird. Im Hinblick auf die Budgetverhandlungen der kommenden Monate appellierte Landau an die Bundesregierung, verantwortungsvolle Politik zu betreiben und notwendige Sparpakete sozial verträglich zu gestalten.