Kinder und Jugendliche im KZ Mauthausen waren heuer der thematische Schwerpunkt der vielen Gedenkveranstaltungen zur Befreiung vom Nationalsozialismus vor 65 Jahren.
Bischof Dr. Ludwig Schwarz sprach bei der Gedenkfeier im VOEST-Gelände. In der NS-Zeit mussten hier in zwei Außenlagern des KZ Mauthausen Häftlinge in der Rüstungsindustrie arbeiten. Schwarz meinte, die Kirche müsse nachdenken, was sie damals falsch gemacht hat und wie sie heute mutiger gegen jede Art Antisemitismus, Rassismus, Größenwahn, und Erniedrigung von Menschen eintreten könne.
In Redl-Zipf. Im Nebenlager Schlier in Redl- Zipf gedachte man am 7. Mai der Opfer unter den Zwangs- und Zivilarbeitern. Sie errichteten hier zwischen 1943 und 1945 eine riesige unterirdische Fabrik. Täglich wurden bis zu 80 Tonnen flüssiger Sauerstoff als Raketenbrennstoff erzeugt.
In Mauthausen. Mehr als 10.000 Besucher aus ganz Europa, unter ihnen höchste Kirchenvertreter wie Altbischof Maximilian Aichern, kamen am 9. Mai in die KZ-Gedenkstätte Mauthausen. „Kinder und Jugendliche im KZ Mauthausen“ war dieses Jahr der thematische Schwerpunkt. Bei einem Workshop, zu dem sich Jugendliche schon tags zuvor trafen, gestalteten diese ein 50 Meter langes Gedenkband. Es wurde am 9. Mai auf der Todesstiege entrollt. Über 1000 Jugendliche nahmen an dieser Mahnfeier teil.