Ausgabe: 2010/19, Glauben, Kopf der Woche, Christa Chorherr, Buchautorin, Wienerin, Atombehörde, Wien, Wirtschaft, Islam in Europa,
12.05.2010
- Susanne Huber
Christa Chorherr ist erfolgreiche Buchautorin. Erst kürzlich stellte die Wienerin ihr aktuelles Werk vor.
Gerade hat Christa Chorherr ihr neues Buch veröffentlicht und schon ist sie dabei, an einem neuen zu arbeiten. Das Schreiben über religiöse Inhalte ist zu ihrer Leidenschaft geworden. „Mit 63 Jahren ging ich in Pension – aber nur formal. Sechs Jahre habe ich dann noch in der Bank Austria als Konsulentin gearbeitet. Parallel dazu besuchte ich die theologischen Kurse in Wien. Dabei ist mein Interesse für die verschiedenen Religionen geweckt worden und ich habe begonnen, mich intensiv damit auseinanderzusetzen“, erzählt die Wienerin. So hat sie sich in den vergangenen Jahren mit Krieg und Religion, mit Mohammed, mit Christen im Israel-Palästina-Konflikt und in ihrem aktuellen Buch mit der Unterdrückung von Frauen durch Religion beschäftigt. „Geplant ist demnächst ein Werk über den Islam in Europa“, sagt die 75-jährige Katholikin, die aus dem Glauben heraus lebt.
Erfolgreich. In jungen Jahren hatte Christa Chorherr zunächst den Wunsch, Archäologie zu studieren. „Meine Eltern, die sehr praktisch denkend waren, sagten aber, das sei ein Beruf ohne Zukunftsaussichten und sie haben mir zu einem Wirtschaftsstudium geraten“, so Chorherr. Das habe sie dann auch gemacht, in Wien, in den USA und in Frankreich. Nach Abschluss des Studiums arbeitete sie zunächst 15 Jahre in der Internationalen Atombehörde in Wien, danach wechselte sie zur Kreditanstalt und in Folge zur Bank Austria. Verheiratet ist die Autorin mit dem Journalisten Thomas Chorherr, mit dem sie zwei Kinder hat. „Meine Tochter ist Kinderärztin und Therapeutin, mein Sohn ist Grün-Politiker. Wenn die Familie samt den fünf Enkeln zusammenkommt, ist einiges los.“ (Siehe Thema)
Christa Chorherr: „Ich bin nicht die, die Gruppen verdammt oder sagt, es dürfen keine Kopftücher getragen werden. Ich bemühe mich stets, eine ausgewogene Darstellung von Sichtweisen aufzuzeigen.“