Medjugorje. Der Vatikan hat eine neue Untersuchungsrunde über den Wallfahrtsbetrieb in Medjugorje eingeleitet. Der polnische Bischof Henry Hoser wird als päpstlicher Sondergesandter den Ort aufsuchen. Er soll die pastorale Situation erkunden. Die Frage einer Echtheit der vorgeblichen Marienerscheinungen bleibt der Glaubenskongregation vorbehalten. Die Beauftragung Hosers deutet darauf hin, dass Franziskus nach Wegen sucht, wie die Kirche unabhängig von den angeblichen Erscheinungen den Wallfahrtsbetrieb begleiten kann. Der Wallfahrtsort ist kirchlich nicht anerkannt.
Erfolg. Ab Advent 2018 werden die Messlektionare mit der neuen Einheitsübersetzung der Bibel eingeführt. Zudem soll es eine elektronische Aufbereitung für blinde und sehbehinderte Personen geben. Eine entsprechende Petition des Blindenapostolats hatte damit Erfolg.
Missbrauch. Der australische Bischof Peter Ingham hat die Katholiken des Kontinents dazu aufgerufen, die Missbrauchskrise in der Kirche nicht zu verdrängen. Die derzeit laufende staatliche Untersuchung, die auch nichtkirchliche Einrichtungen einbezieht, hat hohe Zahlen von beschuldigten Priestern hervorgebracht. Ein Abschlussbericht wird im Dezember erwartet. Papst Franziskus hat unterdessen das Vorwort für das Buch eines Schweizer Missbrauchsopfers geschrieben und dort „demütig um Vergebung“ für die von Priestern begangenen Verbrechen gebeten.