„Aktivierung – wo bleibt die Mindestsicherung?“, fragen Christine Stelzer-Orthofer und Josef Weidenholzer im Sammelband „Aktivierung und Mindestsicherung“. Sie betonen, dass das Ziel eines aktivierenden Staates sei, Wohlfahrtsabhängigkeit zu verhindern, Ausgrenzung zu vermeiden und Armut zu bekämpfen. In den fast 20 Beiträgen des Buches, das eine erweiterte Dokumentation einer Fachtagung an der Uni Linz ist, wählen die Autor/innen verschiedene Zugänge in der Auseinandersetzung mit Armut und ihrer Bekämpfung.
Aktivierung und Mindestsicherung. Hg. Christine Stelzer-Orthofer und Josef Weidenholzer, mandelbaum verlag, ISBN 978-3-85476-361-1, 315 Seiten, Euro 17,80.
Umverteilung neu
Eine Verschwörung der Reichen, die unter dem Namen und dem Rechtstitel des Staates für ihren eigenen Vorteil sorgen“ sind die europäischen Staaten. So ist es nachzulesen bei Thomas Morus. Ihn und viele andere Denker zitiert das Autorenduo Josef Taus und Oliver Tanzer bei einem Gang durch die Philosophiegeschichte zu Wirtschaft und Finanzsystem. Es ist der erste Teil ihres Buches. Im zweiten skizzieren sie „Ideen für die Zukunft des Finanzsystems“. Sie gehen von einem Muss wachsender Wirtschaft die nächsten 100 bis 200 Jahre aus. Dieses baue auf dem technisch-naturwissenschaftlichen Fortschritt auf. Dazu müssten alle Talentreserven gehoben werden. – Umverteilen heiße, dass immer mehr Menschen Eigentum an Produktionsmitteln erwerben.
Umverteilung neu, Josef Taus und Oliver Tanzer, styria premium ISBN 978-3-222-13331-2, 400 Seiten,24,95 Euro