Eine Vision einer Augustinernonne gab den Anstoß zur Einführung des Fronleichnamsfestes. Sie träumte im Jahr 1209, sie sehe den Mond mit einem dunklen Fleck.
Der Mond ist den Christen seit früher Zeit ein Zeichen für die Kirche. So deutete man den Traum, dass der Kirche ein Fest zu Ehren des Altarsakramentes fehle. Der Bischof von Lüttich, der Diözese, aus der die Nonne war, führte in der Folge das Fronleichnamsfest für seine Diözese ein. 1264 schrieb Papst Urban IV. das Fronleichnamsfest für die ganze Kirche vor. Auch die wachsende Scheu vor dem häufigen Empfang der heiligen Kommunion im Mittelalter war ein Grund für die Entstehung des Festes: Man schaut die Hostie an, die in kostbaren Monstranzen zur Anbetung auf dem Altar aufgestellt ist.
Fronleichnam ist kein ökumenisch gemeinsames Fest – wegen der unterschiedlichen Auffassung von der Gegenwart Christi in Brot und Wein außerhalb der Abendmahlsfeier, auch wegen einstiger katholischer Fronleichnams-Machtdemonstrationen, und weil in der orthodoxen Kirche die Zurschaustellung des eucharistischen Brotes unbekannt ist.
Machen Sie mit: Wie heißt die Frau, deren Mond-Traum mit der Entstehung des Fronleichnamsfestes zu tun hat? Schicken Sie uns Ihre Antwort bis 1. Juli 2011. Wir verlosen2 x 2 Keimlingsbrote von Solidaritäts-Preisträger Keimlingsbäcker Karl Mayer.
- Beim Denk Mal Nr. 23 („Der längste Tag“ – die Landung der Westalliierten in der Normandie – begann am 6. Juni 1944) hat Stefan Feicht aus Schardenberg gewonnen.