„Alle Menschen sind gleich“ ist in Verfassungen moderner Staaten festgeschrieben. Doch die Aussage steht im Widerspruch zur Realität. Denn das Leben ist ungerecht und bietet keineswegs gleiche Chancen, was Nahrung, Gesundheit oder Bildung anbelangt. Thomas Macho, Kulturwissenschafter und Philosoph, geht in seinem Buch „Das Leben ist ungerecht“ verschiedenen Theorien von Gerechtigkeit nach. Dass 2007 die Zahl der Kinder, die an den Folgen von Armut gestorben sind, auf unter zehn Millionen gefallen ist, ist eine gute Nachricht und kommt Gerechtigkeit ein kleines Stück näher. Doch was helfen Statistiken den Eltern, die ihre Kinder verloren haben? Letztlich, meint Macho, bleibt Gerechtigkeit eine Sehnsucht, eine Utopie. Thomas Macho, Das Leben ist ungerecht, Residenz Verlag, St. Pölten – Salzburg 2010, ISBN 978-3-7017-1555-8, Euro 16,90.
Codename Gott
Der Physiker Mani Bhaumik hat seine Kindheit als Angehöriger einer niedrigen indischen Kaste hinter sich gelassen. Der Erfolg seiner Laser-Technologie für Operationen am Auge erlaubt ihm ein Leben in Reichtum. Doch das Gefühl der Leere überwindet er erst mit der Erkenntnis, dass der Glaube auch im Leben eines Naturwissenschafters Platz hat. In „Codename Gott“ erzählt er seine Lebensgeschichte und erklärt anschaulich die Welt der Physik und ihre Faszination. Das Vorwort schrieb der Physiker Walter Thirring, für den das Nachdenken über die Erschaffung des Universums durchaus zum Nachdenken über den Schöpfer führen kann. Mani Bhaumik, Codename Gott. Der Weg eines Physikers vom Slumjungen zum Forschermillionär, Seifert Verlag, Wien 2011, ISBN 978-3-902406-85-9, Euro 21,90.