Von der Idee bis zur Verwirklichung führt kein gerader Weg. Die Idee glaubt zwar an ihn, darum geht sie auch das Werk an. Doch das Werk widersetzt sich der Idee und baut Umwege ein.
Ein kleines Gartenhaus sollte es werden, mit einem gefliesten Vorplatz. Mit Ferienbeginn sollte es fertig sein. So die Idee. Das bisschen Hütte-Aufstellen entpuppte sich als langwieriges Unterfangen. Ein paar Tage wird es brauchen, sagten die Fachleute, die mit dem „Bau-Werk“ beauftragt wurden. Dass sich die paar Tage über mehr als zwei Monate ziehen werden, weil die Ausführenden nicht in einem Stück dafür Zeit haben, sagten sie nicht.
Wir erwarten jetzt Gäste zu einem Fest. Das vor der noch nicht fertigen Hütte lagernde noch nicht verarbeitete Holz würde das Fest optisch stören und für das Fest benötigten Platz verliegen. So haben wir nun das Holz für den Fußboden und die Innenlattelung aus dem Blickfeld geräumt. Nach dem Fest werden wir es wieder ins Blickfeld tragen. – Nicht erledigte Arbeit macht doppelt Arbeit, Umwege sind halt weiter!
Ein Glück, dass Ideen keine Idee haben, was ihnen bevorsteht. Hätten sie eine Idee davon, würden wohl viele Werke nicht oder viel zauderlicher begonnen.