Nicht viele können darüber schreiben, warum sie sich selbst ihren Namen gewählt haben. Als ich vor 16 Jahren ins Stift Schlägl eintrat, stand ich aber vor der ungewöhnlichen Frage, mit welchem Vornamen ich ab jetzt genannt werden sollte. Warum also „Jakob“? Nun, nicht nur der Enkel Abrahams, des Stammvaters des auserwählten Volkes, auch der Großvater Jesu, zwei Apostel und weitere große biblische Männer tragen diesen Namen. Die beiden „Donnersöhne“ Jakobus und Johannes waren unter den Ersten, die Jesus in seine Nachfolge rief, und wurden gemeinsam mit Petrus exklusive Zeugen entscheidender Szenen seines Lebens. Und schließlich Jakobus, der Patron der Pilger! „Pilgerndes Gottesvolk“ nennt das Zweite Vaticanum die Kirche, und die Augustinusregel beschreibt das Ordensleben als ein Unterwegssein „auf Gott hin“. Übrigens: Auch die Kirche meiner Heimatpfarre Rohrbach ist diesem Heiligen geweiht.
Fr. Jakob Eckerstorfer OPræm ist Diözesanjugendseelsorger.