Ausgabe: unterhaltung, autofahren, freiwild, kinder, unter uns, 31/2011
05.08.2011
- Brigitta Hasch
Natürlich möchten alle Eltern, dass ihre Kinder sich einmal bestens geschult selbst ans Lenkrad eines Autos setzen. Wenn schon nicht 3000 Kilometer beim L17, dann sollen es doch zumindest 1000 selbst überwachte und durchlittene Kilometer entsprechend der dualen Fahrausbildung sein. Heuer ist bei mir Kind 2 an der Reihe. Vor zwei Jahren hat es die Tochter geschafft, die Erwartungen an den Sohn sind also klar. Doch meine Sorge gilt heute ebenso wie vor zwei Jahren nicht der eigentlichen Schulung am Objekt Auto, sondern viel mehr dem Verhalten der anderen Verkehrsteilnehmer/innen. Die scheinen ja allesamt schon mit der Fahrlizenz zur Welt gekommen zu sein. Der Finger an der Stirne und anhupen sind da noch die geringsten Angriffe. Drängeln, Beschimpfungen durchs offene Fenster und waghalsige Überholmanöver sind an der Tagesordnung. Mit dem blauen „L“ an der Scheibe ist man quasi Freiwild. Noch kann ich meinen Ärger über diese arroganten Zeitgenoss/innen im Zaum halten. Im Gegenteil: Ich ermuntere den Nachwuchs in jeder Baustelle nur allzu gerne, nicht mehr als die erlaubten 30 km/h zu fahren. Gemeinsam und mit viel Spaß zählen wir dann die Schlange der Autos im Rückspiegel – 5, 6, 7 ...