Anderswo. Da wäre es besser. Später. Da werden die Träume wahr. Irgendwo und irgendwann. Aber nicht hier – und nicht jetzt. Ist also – mit Christi Himmelfahrt – auch die Glaubenshoffnung hinausgeschoben, ans Ende der Zeiten? Man weiß nicht wann, und kann sich das Wie schwer vorstellen. „Eine Wolke entzog ihn ihren Blicken“, sagt die Schrift, und: „Er wird wiederkommen.“ Doch nicht Jesu Entfernung ist die Grundbotschaft von Christi Himmelfahrt, sondern im Gegenteil: Seine endgültige Anwesenheit. Wenn er „zum Vater“ geht, dann zu dem, dessen Namen die Bibel mit der „Ich bin da“ umschreibt. Mit Gott ist Jesus ganz da unter den Menschen – nicht mehr gebunden und festgenagelt in Raum und Zeit. Wirklich angekommen, endgültig da. Dass er wiederkommen wird, ist wohl eher eine Aussage über die Menschen selbst: Dass die Wolke ihrer Beschränkungen sich lichten wird, und dass sie ihn erfahren werden. Ganz. Ihr Blick wird frei sein auf das Antlitz Jesu hin. Was wäre der Himmel sonst, als das Antlitz dessen schauen dürfen, der uns liebt? Nicht irgendwo und irgendwann, sondern hier und jetzt – und immer schon.