Vor knapp einem Jahr sind Stefanie Pömmer und Judith Bachofner in ihren freiwilligen Einsatz gestartet. Im Gespräch mit der KirchenZeitung ziehen sie Bilanz über abwechslungsreiche Monate, die sie selbstständiger gemacht haben.
Ein Jahr lang Menschen helfen und begleiten – für ein monatliches Taschengeld und um wertvolle Erfahrungen im Sozialbereich zu sammeln. Judith Bachofner (20) aus Bad Hall und Stefanie Pömmer (19) aus Langenstein sind beide kurz vor Abschluss ihres Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). Während Judith in einer Behindertenwerkstätte in Innsbruck gearbeitet hat, betreute Stefanie Schüler im Linzer Heim Guter Hirte. Zwei sehr unterschiedliche Einsatzfelder sind das. Gemeinsam ist ihnen, wie Stefanie Pömmer und Judith Bachofner sagen: „Man bekommt von den Leuten sehr viel zurück bei unserer Arbeit.“ So konnte Judith etwa eine gute und herzliche Beziehung zu ihren Schützlingen aufbauen, wie sie erzählt. Gerade die kleinen Fortschritte seien es, die im Behindertenbereich zählen: „Bei einem Klienten hat mich zum Beispiel sehr gefreut, dass er jetzt viel mehr lacht und kommuniziert als früher.“ Was für Judith besonders schön ist: „Ich weiß schon seit ein paar Monaten, dass ich nach dem FSJ als Mitarbeiterin im fixen Team weitermachen kann. Wenn ich jetzt schon aufhören müsste, würden mir die Leute sehr abgehen.“ Zudem heißt es für sie dann auch: „Weniger Stunden arbeiten und mehr verdienen.“
Selbstständiger geworden. Eine positive Bilanz über das Freiwillige Soziale Jahr zieht Stefanie Pömmer, die nach dem Sommer so wie Judith eine Ausbildung zur Sozialpädagogin beginnen wird. Vor dem Jahr hätte sie Sorgen gehabt, wie sie die Arbeit bewältigt: „Man entscheidet aber in der Praxis dann oft aus einem Bauchgefühl. Und ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen“, sagt sie. Einer der Höhepunkte war für sie die Renovierung des Freizeitraums im Heim. „Das Tolle daran ist, dass das etwas Bleibendes ist.“ Dauerhaft sind auch die Freundschaften, die zwischen den FSJlern entstanden sind. So hat sich Stefanie schon eine Reise zu Judiths altem, neuem Arbeitsplatz Innsbruck fix vorgenommen.