Die Schulprojekte vieler Oberösterreichischer Pfarren sind sehr erfolgreich
Ausgabe: 2011/33, Leonding, Uganda, St. Konrad, Mpora, Pittertschatscher
17.08.2011
- Brigitta Hasch
Der Bau von Schulen und eine gute Ausbildung der Menschen in der „Dritten Welt“ ist vielen Pfarren in Oberösterreich ein Anliegen. Die Seelsorger und freiwillige Helfer aus den Pfarrgemeinden Leonding und Linz/ St. Magdalena zeigen beispielhaft, wie erfolgreiche Entwicklungshilfe funktioniert.
Als Dr. Pastor Mpora die Sommervertretung des damaligen Ottnanger Pfarrers Kurt Pittertschatscher übernahm, erzählte er ihm auch von der Idee, in seiner Heimat Uganda Schulen zu bauen. Er berichtete von der massiven Abwanderung der ländlichen Bevölkerung. Übrig bleiben die Alten und Kranken, Armut und Hunger. „Dieser Mann kann begeistern und bewegen“, beschreibt der Pfarrer seine ersten Gespräche mit Mpora. Die Pläne wurden konkreter, die Kontakte intensiver, auch als Pfarrer Pittertschatscher nach Leonding wechselte.
Gemeinsam etwas bewegen. Das Engagement in den letzten sechs Jahren bewirkte den Ankauf von Grund, den Bau der Schule – die ersten Klassen nahmen 2008 den Unterricht auf – , die Organisation von Patenschaften und letztendlich die wichtige staatliche Anerkennung des St. Konrad Integrated Vocational College. Pastor Mpora ist Direktor der Schule und kümmert sich vorort um alle behördlichen Belange und um die Zusammenarbeit mit der Diözese in Kabale. Bei Kurt Pittertschatscher laufen die finanziellen Unterstützungen und Bemühungen um Patenschaften der Pfarren Leonding, Ottnang und Altheim zusammen. Mit seinem Einsatz ist er für Mpora „the chief mobilizer of friends and funds“. Ebenfalls im Team für St. Konrad ist Dr. Herbert Hinterreiter, der in seiner Tätigkeit als Arzt vier Wochen pro Jahr Infektionen und Wunden der Einheimischen versorgt und dafür den Humanitätspreis Äskulap 2009 erhalten hat.
Hilfe zur Selbsthilfe. Auch wenn dieses Etikett oft gebraucht wird, ist es dennoch die richtige Beschreibung für die Errichtung von Schulen in Entwicklungsländern. In St. Konrad ist es eine hochwertige Ausbildung mit sehr gut qualifizierten Lehrkräften, wie Pfarrer Pittertschatscher betont. „Bei den Abschlussprüfungen sehen wir, dass unsere Schülerinnen und Schüler im Vergleich zu anderen Schulen sehr gut abschneiden.“ Die Jugendlichen nehmen mit echter Begeisterung und Dankbarkeit am Unterricht teil. „Sie arbeiten mit Eifer und Einsatz in der Schule und in den Werkstätten. Das ist jedes mal wieder die beste Motivation für das eigene Engagement.“