Gefährlich für schnupfenanfällige Personen, verregnet und kalt waren die vergangenen Wochen. Wohin man auch kam, jeder sehnte sich nach Sonnenstrahlen. Nun hat sich das Blatt gewendet, die Sonne brennt vom Himmel, à la Sommer. Das Jammern beginnt erneut – man hat das Wörtchen „kalt“ durch „heiß“ ersetzt, aber zufrieden ist man ebenso wenig wie vorher. An Gelsen und Wespen haben wir uns längst gewöhnt. Die Seen und Freibäder sind voll mit nach Abkühlung lechzenden Badegästen. In der Luft liegt ein zarter Wurstsalat- und Tsatsikiduft, visuelle Anreize bieten krebsrote Rücken und Nasen. Apropos Nasen, Bade- Souvenirs wie Nasenhöhlenkatarrh oder die berühmt-berüchtigte Mittelohrentzündung lassen nicht länger auf sich warten. Die Zeit der typischen Sommerkrankheiten, die die HNO-Ambulanzen mit Patienten füllen, ist angebrochen. An alle mit Sommergrippe und HNO-Problemen, denen die Ärzte die lieblichen Versuchungen des Sommers wie Baden oder Eis verboten haben, ein kleiner Trost: Auch die längste Sommergrippe geht vorbei und zu viel Sonne schadet sowieso. So viel sei schon mal gesagt: Der nächste Winter kommt bestimmt und was der an Wehwehchen bringt, steht einstweilen noch in den Sternen.