Mit meinem Vornamen war ich in jungen Jahren nicht sehr glücklich – ich hätte lieber einen klangvolleren, blumigen Namen gehabt und nicht einen skandinavischen, für meine Ohren hart klingenden Namen. Auch wenn der katholische Festtag nach der Kalenderreform auf den 2. September verlegt wurde, feiere ich meinen Namenstag nach wie vor am 9. Oktober, wie ich es von Kind an gewohnt bin. Heute mag ich meinen Namen – nicht zuletzt deshalb, weil darin möglicherweise ein Anklang an den Namen Israel (Gottesstreiter/in) liegt. Mit meiner Namenspatronin habe ich mich erst später vertraut gemacht. Die selige Ordensgründerin Ingrid Elovsdotter war eine Schwedin, die jung heiratete. Nach dem Tod ihres Mannes gründete sie das erste Kloster der Dominikanerinnen in Schweden, trat selbst nach einer Wallfahrt nach Rom in den Orden ein und wurde schließlich Priorin des Klosters. Sie starb 1282 in Schweden. Dort wurde sie bis ins späte Mittelalter hoch verehrt. Ihre Seligsprechung wurde auf dem Konstanzer Konzil besprochen und erfolgte 1499.
Ingrid Penner ist Referentin im Bibelwerk der Diözese Linz.