Vieles bewegt sich langsam auf dieser Welt. Einem Kirchenzeitungs-Journalisten ist das wohl bewusst. Was jedoch junge Menschen vom Kindergarten bis zum Erwachsenwerden alles erleben und schaffen, das lässt mich staunen.
Meine Tochter hat mir ein Bild per E-Mail geschickt. Ich bin darauf mit den älteren beiden unserer drei Töchter zu sehen, wie wir im Zelt übernachtet haben. Das ist gut 20 Jahre her. Ich staune ein wenig, wie sehr ich mich selber verändert habe – von den Haaren bis zur Brille. Viel mehr staune ich über die Töchter, wie sie in dieser doch kurzen Zeitspanne von zwei Jahrzehnten von Kleinkindern zu Erwachsenen geworden sind. Die Schulzeit liegt hinter ihnen, Sprachen haben sie erlernt, mit Mathematik gekämpft, viele Fähigkeiten haben sie sich angeeignet, in die Gesellschaft sind sie hineingewachsen. Im Alltag des Lebens bleibt oft unbeachtet, was Kinder zuwege bringen und leisten. Im Rückblick wird deutlich: die Tüchtigsten in der Familie waren nicht die Erwachsenen – es waren die Kinder und Jugendlichen. Sie hatten die meisten Veränderungen, die größte Fülle an Aufgaben zu bewältigen. Ich – so muss ich eingestehen – würde das nicht mehr schaffen. Es ist eben nicht alles ein Kinderspiel, was nach Kinderspiel aussieht.
Machen Sie mit: Schreiben auch Sie uns, was Sie staunen lässt. Einsendungen bis 16. 9. 2011. Wir verlosen ein Buch. - Adresse: KirchenZeitung, Kapuzinerstraße 84, 4020 Linz. E-Mail: office@kirchenzeitung.at
- Beim Denk Mal Nr. 34 (Victor Hugo),hat gewonnen: Anna Tavernier, Stadl-Paura.