„Wir sind so alt, wie wir uns fühlen“, heißt es. Nicht das Geburtsjahr gibt Auskunft über unser Alter, sondern das, was wir ausstrahlen. Aber manchmal spielt das eigene Gefühl so gar keine Rolle. Zum Beispiel, wenn wir Bankgeschäfte erledigen. Aber vor allem, wenn uns Menschen an ihrem eigenen Alter messen. Denn dann heißt es: „Wir sind so alt, wie die anderen sich fühlen.“Als Jugendliche im Sinne des Bundesgesetzes gelten junge Menschen bis zum 30. (!) Lebensjahr. Von dieser langen Jugendlichkeit schlittern wir direkt ins Greisenalter. Zumindest kam es einer Freundin so vor, als sie eine Pensionsversicherung abschloss. Die Bankbetreuerin wies sie darauf hin, dass sie mit 40 ganz schön spät dran sei. Kinder gehen mit Jahren eher großzügig um. „Bist du eigentlich schon 60?“, fragte die Tochter eines Freundes, als er seinen 35. Geburtstag feierte. Mit fünf ist eben alles über fünf kaum fassbar. Eltern hingegen werden in ihrem Nachwuchs immer die Züge der Kindheit sehen. Auch 80-Jährige sprechen von den „Jungen“, wenn ihre Kinder, der Sturm- und Drangzeit schon längst entwachsen, zu Besuch kommen. Letztendlich aber ist das Alter unerheblich – das gefühlte wie das reale. Hauptsache, wir fühlen uns wohl!