Schreibt man nun Zwetschge, Zwetschke – oder gar Zwetsche? Alles richtig. In Österreich ist uns doch die Zwetschke am liebsten. Einem Zwetschenkuchen würde hierzulande etwas fehlen. Die Deutschen wieder würden sich am „k“ des österreichischen Zwetschkenrösters die Zähne ausbeißen.
Ob Zwetschge, Zwetschke oder Zwetsche – über diese Unterart der Pflaume kann man also trefflich streiten. Und es liegt nicht am Zwetschkenkern, dass diese köstliche, angeblich schon von den Römern aus Kleinasien nach Europa gebrachte Frucht, zu einem der bekanntesten Zungenbrecher wurde. Wiederholen Sie nur ein paarmal die Kombination „Zehn z’quetschte Zwetschken“. Oder – etwas einfacher: „Zwischen zwei Zwetschgenbäumen zwitschern zwei Schwalben.“ Ein großer Zwetschkenbaum kann für einen kleinen Haushalt schon eine Herausforderung bedeuten: entkernen und einfrieren, Marmelade kochen, zu Powidl verdicken. Für Zwetschkenknödel kann man den Kern durch ein Stück Würfelzucker ersetzen – um sie so einzufrieren. Und wer freut sich nicht auf einen Zwetschkenfleck im Herbst?
Machen Sie mit: Welche der folgenden Früchte gehört nicht in die Kategorie „Steinobst“: Kirsche, Quitte, Marille, Zwetschke? Schicken Sie die Lösung bis 23. September an uns. Wir verlosen ein Kochbuch.