Die Mariannhiller Missionare hatten gehofft, dass die fünf Männer, die beschuldigt werden, ihren Mitbruder P. Ernst Plöchl in Südafrika ermordet zu haben, Ende September 2011 verurteilt werden. Doch nun wurde ein zweites Mal der Prozess verschoben. Im Frühjahr 2012 soll weiter verhandelt werden.
Tathergang. In der Nacht des 30. Mai 2009 ist P. Ernst Plöchl aus Neumarkt im Mühlkreis auf der Missionsstation Mariazell in Südafrika ausgeraubt und getötet worden. Bald wurden vier junge Männer gefasst, die der Leiter des Internats von Mariazell zur Tat angestiftet haben soll. Alle fünf befinden sich seit Sommer 2009 in Untersuchungshaft und werden es auch bleiben.
Intensive Einvernahmen. Wegen Überlastung des Gerichts wurde der für November 2010 anberaumte Prozess auf Ende August 2011 verschoben. Die geplanten vier Wochen hatten nun wieder nicht gereicht, um zu einem Urteil zu kommen. Die Verteidigung der Angeklagten hat – vermutlich als Strategie – mehr als vierzig Zeugen geladen. Obwohl sich der Prozess nun schon „unendlich lang“ dahinzieht, wie Provinzial P. Markus Bucher betont, scheint die Verschiebung aber im Rahmen des südafrikanischen Rechts zu sein. Er ist froh, dass der Prozess von einem Vertreter des österreichischen Außenministeriums beobachtet wird.