Ausgabe: 2011/41, Seele, Leib, Hildegard von Bingen, Gesundheit, Medizin
13.10.2011
- Ernst Gansinger
Dass Hildegard von Bingen, Äbtissin, Seherin, Mystikerin, Posaunistin Gottes (wie sie sich selbst bezeichnet hat), Medizinerin, Heilerin, Musikerin, je heilig gesprochen wurde, ist nicht nachweisbar. Seit über 400 Jahren aber ist sie im Kanon, dem Verzeichnis der Heiliggesprochenen.
Dieses Denk Mal ist ein kleiner Vorgriff auf die nächste Woche in der KirchenZeitung beginnende Serie „Heilsam leben“. In deren Mittelpunkt steht Hildegard von Bingen. Die 1098 n. Chr. Geborene ist heute vor allem wegen der „Hildegard-Medizin“ bekannt.Diesen Begriff erfanden allerdings erst die Marketing-Strategen im 20. Jahrhundert.
„Im Leib zu wirken, macht der Seele Vergnügen, weil jener Leib von Gott gebildet wurde, und sie ist rasch, um das Werk des Leibes zu vollbringen. Sie selbst steigt auch ins Gehirn, und ins Blut und ins Mark und in den ganzen Leib, indem sie ihn erfüllt.“ Wenn sie bildlich die Zusammengehörigkeit von Leib und Seele schildert, zeigt sie auch auf, dass sich körperliche Vorgänge und seelisches Befinden gegenseitig beeinflussen.
Machen Sie mit: Wie heißt der seit etwa 200 Jahren bekannte Begriff, mit dem ausgedrückt wird, dass ein körperliches Leiden durch psychische Belastungen hervorgerufen wird? Schicken Sie uns Ihre Antwort bis 21. Oktober. Wir verlosen ein Hildegard-Buch.