Kopf der Woche: Maria Angela Hofmann, Versöhnungsbund
Ausgabe: 41/2011, Radeln, Freiden, Wein, Bosnien, Hofmann, Versöhnungsbund, Friedensradlerin, Israel
13.10.2011
- Susanne Huber
Die 17 Teilnehmer/innen der Friedensradfahrt von Wien nach Bosnien-Herzegowina (2.–24. September) wollten vor allem eines: ein Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen. Eine der Friedensradler/innen war Maria Angela Hofmann.
Mit 1. September hat sich Maria Angela Hofmann ein Jahr Auszeit genommen. In ihrem Sabbatjahr möchte die stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Versöhnungsbundes all die Dinge tun, die sie schon immer machen wollte. Zum Beispiel nach Israel reisen, um bei der Olivenernte zu helfen. Oder mit dem Rad von Wien nach Bosnien-Herzegowina fahren, um ein Friedenszeichen zu setzen. Am 24. September ist die gebürtige Linzerin gemeinsam mit 16 Friedensaktivisten von dieser 1400 Kilometer langen Friedensradfahrt – veranstaltet vom Internationalen Versöhnungsbund – zurückgekehrt. Erstaunt von der Offenheit und Freundlichkeit der Leute; betroffen von den vielen oft tragischen Lebensgeschichten der Menschen, die die vergangenen Kriegsereignisse im Land nach wie vor verarbeiten müssen; beeindruckt von den zahlreichen Aktivist/innen und deren Arbeit für Frieden und Versöhnung.
Viel gelernt. Zunächst hatte die 41-Jährige einige Bedenken, ob sie es überhaupt schafft, so weit zu radeln. Doch dann hat sie erfahren, was körperlich alles möglich ist. „Ich habe bei dieser Radfahrt sehr viel über mich selbst gelernt“, sagt die engagierte Kindergartenpädagogin, die mit ihrem Mann und ihren zwei erwachsenen Söhnen in Schlägl wohnt. Seit 2009 ist Maria Angela Hofmann auch als Gemeinderätin in Schlägl aktiv. Zur Friedensarbeit hat sie sehr früh Zugang gefunden. Bereits mit zehn Jahren ist die Friedensaktivistin mit ihrem Vater bei einer Versammlung des Internationalen Versöhnungsbundes dabeigewesen. Seither spielt Gewaltlosigkeit für sie eine ganz wichtig Rolle im Leben.