„Wir führen keine Neiddebatte, wir fordern nur Gerechtigkeit!“ – Dies sagt Walter Binder, Sprecher der Plattform, die den Welser Aktionstag für Steuern auf große Vermögen am 15. Oktober organisierte.
Am selben Tag wurden international Aktionen durchgeführt; und auch in Oberösterreich gab es mit Vöcklabruck einen zweiten Kundgebungsort. 100 Teilnehmer/innen leisteten dort dem Aufruf eines breiten Bündnisses Folge, dem u.a. das Armutsnetzwerk, der ÖGB, Attac und der Vöcklabrucker Treffpunkt mensch & arbeit angehören. Die Aktivist/innen haben in Wels und Vöcklabruck mit Ernst und Spaß auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht. In Vöcklabruck schob z.B. ein Arbeiter, der auf dem Rücken ein Steuerlastpaket trug, eine Scheibtruhe, in der es sich ein Reicher gemütlich machte – Sinnbild für die ungleiche Verteilung der Steuerlast. Die reichsten Österreicher/innen – sie machen nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung aus – besitzen mehr als 1/3 des Privatvermögens. Deshalb brauche es Alternativen zu den Antworten der meisten Regierungen in Europa auf die Krise, die da lauten: sparen, privatisieren, sparen und nochmals sparen bei den Löhnen, Pensionen und sozialen Dienstleistungen. Die Teilnehmer/innen an den Kundgebungen forderten, dass die Reichen von fairer Steuerlast erreicht werden.
- Das Vöcklabrucker Bündnis lädt zu einer Buchpräsentation mit Diskussion am Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, in die Arbeiterkammer Vöcklabruck: „Zahlen bitte! die Kosten der Krise tragen wir alle“, mit Markus Marterbauer, Anton Hüttmayr (ÖVP), Hermann Krenn (SPÖ), Heinz Hackl (FPÖ) und Gottfried Hirz (GRÜNE).