<b>Die Probleme der Kirche in Österreich sind für den Vatikan nur ein kleines Puzzleteil im Gesamtspiel der Weltkirche. Man weiß, dass es sie gibt, sieht jedoch – in Anbetracht der „wenigen“ betroffenen Katholik/innen – keinen vordringlichen Handlungsbedarf.</b><p>
„Ihr seid nicht der Nabel der Kirche. Mit nur einem Prozent der Weltkatholik/innen muss der deutschsprachige Raum seine wahre Größe und entsprechende Wichtigkeit einmal richtig einschätzen“, hört man in Rom auf die Frage, wie man hier die Probleme der österreichischen Pfarren sieht. Weil der zunehmende Priestermangel und der wachsende Schwund der Mitglieder fast nur als regionales Problem wahrgenommen wird, trifft man nur auf wenig Verständnis. Dazu kommt ein virulentes Kommunikationsproblem, das im Vatikan der vielen Sprachen scheinbar unlösbar ist. Unzählige Übersetzungen sind Quellen für Interpretationen und Fehlinterpretationen.