Die Veranstaltung „Behinderung und Freizeit“ zeigte viele Möglichkeiten des Miteinanders auf
Ausgabe: 2011/43, Rekorde, unwichtig, Miteinander, Freizeit, St. Pius
27.10.2011
„Der Behindertensport kommt immer mehr in die Sackgasse des Profisports, nur mit weniger Zuschauern.“ – Diese Sorge sprach Solidaritätspreisträger Konsulent Eduard Scheibl von Union No Limits bei der Veranstaltung „Behinderung und Freizeit“ in Wels an.
Die Pfarre Wels-St. Franziskus stellte ihren jährlichen „Politischen Sonntag“ heuer am 23. Oktober in den Dienst der Anliegen verschiedener Organisationen, die mit und für Menschen mit Behinderung arbeiten. Bei der Messe am Vormittag kamen Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen mit ihren Anliegen zu Wort. Der Tag stand im Zeichen von Begegnung, Freundschaft und Lebensfreude. So sorgten die Veranstalter – assista, No Limits, Caritas, OÖ Zivilinvalidenverband, Verband der Querschnittgelähmten und Pfarre St. Franziskus – für Stunden gemütlichen Beisammenseins und begeisternder musikalischer sowie sportlicher Vorführungen. Unter den Besuchern waren auch Bürgermeister Dr. Peter Koits und Vizebürgermeisterin Anna Eisenrauch.
Den Menschen sehen. Im Info-Teil am Nachmittag präsentierten die Veranstalter ihre Angebote für Menschen mit Behinderung. Edi Scheibl von No Limits äußerte auch Gesellschaftskritik, wenn er dem gegenwärtigen Weg des Behindertensports das Konzept des Miteinanders entgegenhielt: „Wir sehen den Menschen, seine Möglichkeiten, nicht die Höchsteistung.“ Er zählte No Limits-Beispiele auf, was gelingen kann: barrierefreie Seilbahn auf den Feuerkogel, kostenlose Tanzkurse, Wasserski für Menschen mit Behinderungen, Autofahren wie auch Schießsport für blinde Menschen, Flugsporttage, Pferdetrekking.