Mir ist mein Namenspatron sehr nahe, vielleicht, weil er drei Jahre in Oberösterreich gelebt und gewirkt hat. Gestorben ist der hl. Wolfgang 994 in Pupping. Geboren als Grafensohn entschied er sich für ein Leben als Benediktinermönch. Er war Lehrer und Missionar, bis er mit 48 Jahren zum Bischof von Regensburg ernannt worden ist. Wolfgang war ein Brückenbauer zwischen weltlicher und geistlicher Macht, er war Mitgestalter der „mitteleuropäischen“ Politik. Neben seinem Eifer als Gründer kirchlicher Niederlassungen, galt sein ganzer Einsatz der inneren geistlichen Erneuerung. Immer wieder verzichtete er auf weltliche Macht zugunsten einer geistlichen Erneuerung. Das lebte er auch selber vor in seinem Rückzug ins Kloster Mondsee und in eine Klause am Wolfgangsee. Im Hungerjahr 978 ließ er die bischöflichen Kornspeicher zur Speisung der Armen öffnen. Schwer zugänglich sind für mich seine Beteiligung bei den Feldzügen des Kaisers Otto II. Hier fehlt mir wohl genaueres Wissen, um einordnen zu können, welche Rolle der hl. Wolfgang hier gespielt hat.
Wolfgang Bögl ist Referent der TelefonSeelsorge OÖ – Notruf 142.