- Leben zwischen Grabsteinen. Unter diesem Titel strahlt ORF 2 am Allerheiligentag, 1. November, um 17.35 Uhr eine Dokumentation über Friedhöfe als Orte der Begegnung aus. Die Dokumentation, zu der die Dreharbeiten vor einem Jahr begonnen haben, begleitet Solidaritätspreisträgerin Valerie Buchinger aus Rohrbach sowie Anneliese und Roman Hopfner aus Berg bei Rohrbach bei ihren Friedhofs-Besuchen. Frau Buchinger, seit 35 Jahren Witwe, besucht das Grab ihrer Angehörigen und hat dabei nicht das Gefühl, dass ihr verstorbener Mann und ihre verstorbene Tochter „furchtbar weit weg sind.“ Für Anneliese und Roman Hopfner aus Berg bei Rohrbach ist das Grab ihres vor zwei Jahren mit seinem Moped tödlich verunglückten Sohnes zu einem ihrer Lebenszentren geworden. Zu Wort kommen u. a. auch Friedhofsarbeiter, Priester, ehrenamtliche Helferinnen und Bestatter/innen.
- Gedenkfeiern am 9. November. Zum Gedenken an die Novemberpogrome in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 werden an verschiedenen Orten Gedenkfeiern veranstaltet. Bei den Novemberpogromen – von den Nazis „Reichskristallnacht“ genannt – organisierte und lenkte das NS-Regime Gewalttaten gegen jüdische Mitbürger/innen in zahlreichen Städten.
- Steyr, 17 Uhr, Jüdischer Friedhof, Taborweg, Gedenkrede Dr. Brigitte Halbmayr vom Institut für Konfliktforschung in Wien, anschließend um 19.30 Uhr, Vortrag mit Lesung im Evangelischen Pfarrzentrum Steyr, Bahnhofstraße 20, „Nur wer für die Juden schreit . . .“ über Dietrich Bonhoeffer und sein Engagement für die Juden. Es referiert Dr. Johann Berger (Leiter des Evangelischen Studentenheimes Dietrich Bonhoeffer in Linz), Bernhard Schmalzl liest und der Lehrerchor der HAK Steyr singt.
- Wels, Kundgebung vor dem Jüdischen Mahnmal im Pollheimerpark,19.00 Uhr. Die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus rufen gemeinsam mit vielen religiösen, politischen, kulturellen und humanitären Organisationen zur Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus und Fremdenhass auf. Der Dirigent und Generalmusikdirektor der Wiener Staatsoper, Franz Welser-Möst, hält die Gedenkrede. Ein Flötenensemble der Landesmusikschule Wels unter Leitung von Mag. Norbert Trawöger umrahmt die Feier musikalisch. Die Kundgebung soll auch ein deutliches Zeichen für eine Humanisierung des Fremdenrechts werden. Die Veranstalter laden alle, denen Demokratie und Menschenrechte ein Anliegen sind, zur Teilnahme ein!