Wortlos blieb der Bergführer stehen und begann im Schnee zu graben. Tatsächlich. Die Markierung kam zum Vorschein. Unsereins hatte im dichten Nebel jede Orientierung verloren. Da war nur alles weiß gewesen, oben, unten, links und rechts. Wie gut, jemanden zu haben, der um die Richtung weiß – auch in Zeiten des Nebels. Und eine Nebelzeit scheint es tatsächlich zu sein, mit der die Menschen heute fertig werden müssen. Welcher Weg ist der richtige? Welche Entscheidungen sichern den festen Boden? Was ist verkehrt? Ob es um die Schuldenkrise geht, um Energiefragen, oder um den Weg der Kirche. Wer hat den Überblick? Wer kennt den Weg? Wem kann man trauen? Es gibt Menschen, die haben das Misstrauen zur grundsätzlichen Haltung ihres Lebens hochkommen lassen. Doch wer nur mehr misstraut und so keinen Schritt mehr wagt, droht in der Nebelkälte erst recht zu erfrieren. Gerade in Nebelzeiten ist Vertrauen die eigentliche Stärke. Es gibt ihn: den Boden unter den Füßen. Es gibt sie: die Möglichkeit, dass auch die Kinder eine gute Zukunft erwartet. Wer sagt, dass der Weg nicht da ist, auch wenn ich ihn jetzt nicht sehe? Und: den Heiligen Geist hat Gott nicht nur für Pfingsten versprochen.