Am 13. November 2011 wurde in Dornbirn der NS-Martyrer Carl Lampert seliggesprochen. Lampert war als Provikar Stellvertreter des Bischofs Paul Rusch von der apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch und damit der ranghöchste Kleriker, der in Österreich Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurde. Sein Verbrechen bestand darin, dass er gegen die kirchenfeindlichen Maßnahmen der Nationalsozialisten immer wieder Protest einlegte. Von seiner ersten Inhaftierung im März 1940 bis zu seiner Enthauptung im November 1944 musste er einen unvorstellbaren Leidensweg gehen. Im Buch von Susanne Emerich findet sich neben einer Biografie Lamperts eine Reihe seiner – berührenden – Briefe aus der Haft. Sie lassen die Leser/innen an seiner äußeren und inneren Not, vor allem aber an seiner Glaubenszuversicht Anteil nehmen. Weiters erschließen zehn Autor/innen (die Bischöfe Stecher und Scheuer, Erna Putz, ...) in kurzen Artikeln die Quellen, aus denen Lampert in der Verfolgung seine Kraft gezogen hat.
Hätte ich nicht eine innere Kraft ... Leben und Zeugnis des Carl Lampert, Susanne Emerich (Hg.), Innsbruck 2011, 128 Seiten, Euro 14,95.