Laut Wertestudie sind die Österreicher/innen überdurchschnittlich politisch interessiert, gleichzeitig haben sie auffallend wenig Vertrauen in die konkrete Politik. Das, so sollte man meinen, wären gute Voraussetzungen für direkte Demokratie. Warum dann ausgerechnet das ambitionierte und von einem langen Reformstau ausgelöste Bildungsvolksbegehren mit 382.820 Unterzeichner/innen weit unter den Erwartungen zurückblieb, sollte näher untersucht werden. Fatal wäre es freilich, wenn die Politik daraus den Schluss zieht, dass man mit Bildungsfragen keinen „Staat machen“ kann und man mit dem Gewurstel so weitertut.
Hans Baumgartner
Sieben Milliarden Erdenbürger/innen
Laut Bericht der UNO erblickte am 31. Oktober der siebenmilliardste Mensch das Licht der Welt. Besonders in den Ländern des Südens wächst die Bevölkerung rasant. Das stellt nicht nur die Menschen dort vor große Herausforderungen, wenn es darum geht, sie mit ausreichend Nahrung, Wasser oder Lebensraum zu versorgen. Da sind die reichen Länder gefordert, sich nicht aus ihrer Verantwortung zu stehlen, so wie das Österreich derzeit tut. Aber auch jede und jeder von uns ist gefordert, mit den Ressourcen der Erde behutsam umzugehen. Es ist unerträglich, dass trotz ausreichender Nahrungsmittel eine Milliarde Menschen hungern müssen. Traurig ist auch , dass es in Ländern wie China und Indien einen Frauenmangel gibt – weil Mädchen dort weniger wert sind und trotz Verbots abgetrieben werden. Was für eine verrückte „eine Welt“.
Susanne Huber