Anstrengend. Schmal. Nach rückwärts gewandt. So stellen sich viele den Weg des Christenglaubens vor. Die Kirche wäre zum Vergessen, sagen sie dann. Selbst Engagierte klagen unter der Enge.
Da wird es Advent. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, singen die Christen. Der Glaube zwängt Menschen nicht in enge Räume, auch nicht in die Enge einer Weltanschauung, die dem Gewissen keinen Spielraum mehr lässt. Der Advent stößt die Tür auf. Gott „führt hinaus ins Weite“, heißt es in Psalm 18. Und: Die Finsternis wird hell. Licht – das ist zusammen mit der Weite ein zweites starkes Advent-Symbol. Die Kirche ist kein Raum, in der allmählich das Licht ausgeht. Hell soll es werden. Doch nicht einfach irgendwer und irgendjemand stößt die Tür auf und zündet das Licht an. Was Christen glauben,ist eng mit ihrem eigenen Leben verknüpft. Sie bestimmen nicht bloß mit: sie stellen selber dar, worum es geht. Sie öffnen Türen, schaffen Weite. Sie lassen es hell um Menschen werden, die keine Aussicht mehr hatten. Und das ist die erstaunliche Erfahrung dieser „Türöffner“. Auch in ihrem eigenen Leben ist es heller geworden.