Anja Appel ist neue Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Am 1. November hat die Politikwissenschafterin ihr neues Amt in der größten Frauenorganisation des Landes angetreten.
Neu ist Anja Appel im Team der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) in Wien nicht. 2007 hat sie dort als entwicklungspolitische Referentin zu arbeiten begonnen. Schwerpunkte waren unter anderem die Aktion Familienfast-tag mitzumanagen, die politische Stimme für die Anliegen der Partnerorganisationen zu erheben und die kfbö-Projektarbeit in Asien zu vertreten. In dieser Position konnte sie mehrfach nach Asien, etwa Indien, reisen, um vor Ort Projekte zu besuchen. Entwicklungszusammenarbeit ist ihr Herzthema. „Das bleibt es, auch wenn ich in meiner neuen Funktion dafür nicht mehr so viel Zeit haben werde“, sagt Anja Appel.
Berufliches Zuhause.Was die gebürtige Koblenzerin an der Frauenbewegung besonders schätzt, „ist ihre Vielfalt und ihr Veränderungswille. Außerdem bin ich total begeistert von ehrenamtlicher Arbeit. Für mich ist die Frauenbewegung ein starkes berufliches Zuhause.“ Als Politikwissenschafterin ist ihr wichtig, „dass Frauen ihre Stärke und Gestaltungsmacht, die sie haben, ernst nehmen und sie sich in die Gesellschaft einbringen.“ Zukünftig möchte die 36-Jährige politische Fragen verstärkt aufgreifen – etwa die des Arbeitsmarktes und der Bildung, Fragen der politischen Partizipation und sozialen Gerechtigkeit. Aufgewachsen ist Anja Appel am Land, in der Nähe von Boppart am Rhein. Nach einigen Jahren als Bauzeichnerin hat sie sich entschlossen, Politikwissenschaft in Münster zu studieren. Mittels eines Wissenschaftsstipendiums ist sie 2003 von Deutschland nach Wien gekommen. Und geblieben.