Meine erste bewusste Erinnerung an den Namen Andreas sind die Andreaskreuze, die die Bahnübergänge kennzeichnen. Damit habe ich als Kind und Jugendlicher nichts anfangen können. Näher ist mir mein Namenspatron mit dem Beginn des Theologiestudiums geworden, besonders weil im Priesterseminar auch die Namenstage gefeiert wurden.
Heute sind es zwei Aspekte, die mich an meinem Patron ansprechen: Zum einen verbinde ich mit dem heiligen Andreas, der in der Orthodoxie hoch geachtet wird und der Patron Russlands und Schottlands ist, einen ökumenischen und internationalen Geist. Was mir noch wichtiger ist: Das Johannesevangelium schildert Andreas als einen Menschen auf der Suche, der bei der Begegnung mit Jesus dessen Charisma wahrnimmt und so auch zu Petrus sagen kann: „Wir haben den Messias gefunden.“ Diese Feinfühligkeit und Hörbereitschaft wünsche ich auch mir für meinen Beruf als Seelsorger.
Andreas Köck ist Pfarrer in Wendling und Pram.