Am Montag wurde im südafrikanischen Durban die 17. UNO-Klimakonferenz eröffnet. Zwölf Tage lang werden Tausende Experten und Politiker darüber beraten, wie der für die Erderwärmung verantwortliche Ausstoß an Treibhausgasen verringert werden kann. Schon zu Beginn der Konferenz befürchteten Beobachter, dass nicht viel mehr als „heiße Luft“ produziert werde. Vor allem die zwei größten Treibhausgas-Verursacher, die USA und China, lehnen ein verbindliches Klimaabkommen ab. Allerdings bewegt sich China seit einigen Jahren und ist zum Spitzenreiter bei Investitionen in alternative Energieformen aufgerückt, während in den USA die Republikaner sogar den Zusammenhang zwischen Erderwärmung und Treibhausgasen bestreiten und seit zehn Jahren jede Klimapolitik blockieren.
Im bisher einzigen UN-Klimaabkommen, dem Kyoto-Protokoll von 1997, verpflichteten sich die Industrieländer (die USA sind wieder ausgetreten), bis 2012 den Ausstoß von Treibhausgasen um 5,2 Prozent gemessen am Stand von 1990 zu reduzieren. Die EU wird die von ihr zugesagte Verminderung um acht Prozent auch erreichen. Österreich bildet dabei allerdings das unrühmliche Schlusslicht. Es ist das einzige EU-Land, im dem der Ausstoß von Treibhausgasen angestiegen ist. Versprochen hat es eine Reduktion von 13 Prozent (Deutschland 21%). Es fehlt ganz offensichtlich der politische Wille, mit entsprechend klaren Vorgaben und Förderprogrammen die Bereiche Verkehr, Industrie und Raumwärme auf eine „grüne Linie“ zu bringen. Dafür drohen massive Strafzahlungen; Geld, das man besser in die heimische Wirtschaft investiert hätte.