Seine große Entdeckung hat Benjamin Aigner (22) ganz zufällig gemacht. „Ich bin spazieren gegangen und auf einmal bin ich auf diesen symmetrischen Kreis uralter Bäume gestoßen. Ich habe die besondere Kraft dort sofort gespürt“, sagt Benjamin. Schon bald kam er zu diesem etwas außerhalb der Stadt Salzburg gelegenen Naturwunder, um zu beten, seine Yoga-Übungen zu machen oder einfach für das Studium zu lernen. „Der einzige Nachteil war, dass ich nachher oft mit Zecken übersät war“, schmunzelt er. Sogar bei einem Umzug hatte der Baum magische Anziehungskraft. „Ich habe mir ein Heim in der Nähe ausgesucht, um oft dort sein zu können.“ Unweit der Bäume befindet sich übrigens Benjamins zweiter Glaubensort: der Untersberg, Hausberg der Salzburger. „Er hat eine besondere Ausstrahlung. Auch der Dalai Lama hat ihn bei einem Besuch in Salzburg als Herz Europas beschrieben“, erzählt Benjamin, der seinen persönlichen Glauben als Mischung aus Buddhismus und Christentum beschreibt. Seit vergangenem Herbst lebt der junge Physiotherapeut wieder in Linz und ist auf der Suche nach neuen Kraftorten. „Ich halte die Augen offen, aber man muss über solche Plätze stolpern“, ist sich Benjamin sicher, dass er auch in Linz eines Tages seine Glaubensorte finden wird.
- Teil 2 der Kurzserie zum Jahresschwerpunkt der Katholischen Jugend „Mehr als du glaubst“. In der Fastenzeit erzählen drei Jugendliche dabei, was sie und ihre Glaubensorte verbindet.