Am besten lässt sich die Truppe rund um Wayne Coyne als poppig abgespaceter Psychedelic-Zirkus beschreiben. Mit den überirdischen Alben „The Soft Bulletin“ (1999) und „Yoshimi Battles The Pink Robots“ (2002) schenkten „The Flaming Lips“ der Welt galaktische Hymnen, die bis heute unerreicht bleiben. Danach verfranste sich die Band zusehends im Experimentellen und wurde zuletzt fast unhörbar („The Terror“). Nach einem Beatles-Projekt mit Miley Cyrus (!) melden sich die Flaming Lips mit „Oczy Mlody“ zurück und ihr neues Werk ist das eingängigste seit Jahren.
Nach dem Instrumentalstück „Oczy Mlody“ hebt das Raumschiff mit „How??“ etwas behäbig ab, um am Schluss des Songs endlich in die Schwerelosigkeit gleiten zu dürfen und damit an frühere Großtaten zu erinnern.
Hippiesk und wunderbar kitschig biegt „Sunrise (Eyes Of The Young)“ um die Ecke, dessen tröstende Stimmung etwas später in der Märchenstunde von „The Castle“ seine Fortsetzung und den Höhepunkt findet. Nach ihrem unspektakulären Rückflug mit dem Raumschiff nach Hause („Almost Home“) feiern die Flaming Lips gemeinsam mit Busenfreundin Miley Cyrus ihr Happy End im Kreis der Familie („We A Family“).
Abgefahren und durchgeknallt!
- The Flaming Lips – Oczy Mlody (erschienen bei Bella Union).