87 Prozent der Österreicher/innen wollen eine transparente Parteienfinanzierung. Sie wollen, dass ohne Wenn und Aber alle Spenden an alle Parteien und alle politischen Vorfeldorganisationen offengelegt werden, wenn sie eine bestimmte Höhe (z. B. 7000 Euro) überschreiten. Noch ist nicht klar, wie viele von den Sumpfblüten rund um Telekom, Buwog, Hypo-Kärnten etc. von Privaten einkassiert wurden, und wie viele über dubiose Wege an Parteien geflossen sind. Der Bevölkerung reicht es: Sie will von der Justiz, dass sie endlich aufklärt – auch ihre eigenen Kapriolen. Und sie will endlich wieder Parteien, denen man trauen kann – und sei es, weil sie gezwungen werden, ihre (Macht-)Gier zu zähmen.
Hans Baumgartner
Wer hat (wieder) an der Uhr gedreht?
Jetzt haben wir sie wieder – die Sommerzeit. Und so wie jedes Jahr stellt sich auch heuer die Frage: brauchen wir sie überhaupt? Energiesparer sagen Ja, Biologen sagen Nein, vielen ist es auch egal. Experten meinen jedenfalls, dass sich die Sommerzeit negativ auf Mensch und Tier auswirkt. Wenn der Rhythmus der Natur gestört wird, kommt die innere Uhr durcheinander. Dass da etwas dran ist, spüren wir ja selber: Eine Stunde früher aus den Federn bringt Müdigkeit mit sich, die Unfallgefahr steigt, man kommt schwerer in die Gänge und kann am Abend nicht einschlafen.
Eines ist aber auch klar: Bevor die Sommerzeit am 28. Oktober wieder endet, beschert sie uns mehr Tageslicht bis in die Abendstunden. Darüber freuen sich vor allem jene, die untertags lange arbeiten müssen.
Susanne Huber