Zu Ostern steht das „Heilige Land“ wieder verstärkt im Mittelpunkt des Interesses. Eine Krisenregion, für die sich Pax Christi seit Jahren engagiert, sagt Jussuf Windischer.
Im Vorjahr hat er das Generalsekretariat von Pax Christi übernommen. Vor kurzem wurde Jussuf (Josef) Windischer in dieser Funktion auch offiziell bestätigt. Seine Frau Veronika, die schon seit langem im Umfeld von Pax Christi engagiert ist, unterstützt ihn dabei. „Als Bezieher eines Grundeinkommens (Pension) können wir uns diesen Luxus leisten“, meint Jussuf lachend. Die Anliegen, für die Pax Chris- ti steht – Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung – sind für Windischer „das Eingemachte der befreienden Botschaft Jesu“. Als Entwicklungshelfer in Brasilien, als Betreuer von Obdachlosen und Drogenkranken, als Gründer und Leiter des Innsbrucker Integrationshauses und als Gefängnisseelsorger hat er versucht, diesen Weg zu leben. Der Abschied vom Integrationshaus und der Gefängnisseelsorge sei ihm schwer gefallen, sagt er. Deshalb sei er mit seiner Frau ein halbes Jahr nach Brasilien gegangen, um Abstand zu gewinnen. „Da kam dann die Anfrage, ob wir für Pax Christi arbeiten wollen, gerade richtig. Als Einstimmung sind wir dann noch nach Assisi gegangen. Das tat gut.“
Sackgasse. Wenn Windischer über Israel und Palästina redet, hört man seine „Parteilichkeit“ deutlich heraus. „Als Christen haben wir auf der Seite derer zu stehen, denen die Menschenrechte und die Freiheit verwehrt werden. Und dieses Unrecht an den Palästinensern geschieht durch die gegenwärtige israelische Politik jeden Tag. Das ist eine unselige Sackgasse. Ich habe mir das selber angeschaut und weiß mich da auch mit vielen israelischen Friedensaktivisten eins.“