„Waltraud“ – so viel Zeit muss sein! Keine Verkleinerungs-, keine Verniedlichungsform – das war bereits als Kind für mich wichtig. Obwohl mir mein Vorname nie „jung“, flott oder modern vorkam, bestand ich immer schon auf die vollständige Namensnennung. Dass meine Namenspatronin Klostergründerin und Äbtissin war, registrierte ich erst vor vier Jahren bei einem Belgienurlaub, der meine Familie und mich zufällig nach Mons geführt hatte. Nachdem ihre vier Kinder erwachsen waren, trennten sich ihr Mann und sie und beide gründeten jeweils ein Kloster. Dass aus Geldmangel kein Turm mehr an die auf einem Hügel im Ort gelegene Kirche gefügt werden konnte, gibt dem Gebäude ein unvollständig wirkendes Gepräge. Beeindruckend ist es dennoch. Die Bedeutung meines aus dem Althochdeutschen stammenden Namens „die auf dem Kampfplatz Kräftige„ nehme ich mir im Sinne eines stärkenden Mottos aus den Nachforschungen zu meinem Vornamen gerne mit.