„Seit ich von Salzburg weg bin, hat mir echt was gefehlt“, sagt Noemi Müller, unser Kopf der Woche. Jetzt hat die Studentin ein neues Feld für ihr Engagement. Sie wurde zur Vorsitzenden der Katholischen Jugend Österreichs gewählt.
Nach drei Jahren hat die Oberösterreicherin Ingrid Zuniga den Vorsitz in der Katholischen Jugend (KJ) Österreichs zurückgelegt. Zu ihrer Nachfolgerin wurde die junge Salzburgerin Noemi Müller (19) gewählt. Gemeinsam mit Tobias Hirschmann und Tamara Solnitzky bildet sie das Vorsitz-Trio. Ihr großes Anliegen ist es, „die KJ und ihre vielen tollen Angebote bekannter zu machen. Während meiner Schulzeit habe ich gemerkt, dass viele Leute in meiner Umgebung nichts von der KJ wussten.“ Müller weiß, dass sie sich da die Latte ziemlich hoch legt, denn die Kirche sei bei vielen Jugendlichen nicht gerade „in“.
Heimat. Zur KJ ist Müller über das Jugendzentrum YoCo gestoßen. Dort hat sie mit 14 ihre Firmvorbereitung gemacht. „Das Haus, sein vielfältiges Angebot und die Leute, mit denen man über alles sehr offen reden konnte, haben mir so gut gefallen, dass ich begonnen habe, mich zu engagieren und bei vielen Projekten mitzuarbeiten.“ Auch religiös wurde ihr das YoCo zur Heimat. „Da gab es eine große Freiheit, uns so einzubringen, wie wir sind und denken, auch wenn das in höheren Kirchenetagen manchmal angeeckt ist.“ Über das YoCo kam Müller auch mit der KJ in Kontakt und beteiligte sich dort an mehreren Projekten (Firmungsnacht, Lange Nacht, Offener Himmel). Für die Aktion „72 Stunden ohne Kompromiss“ drehte sie mit Freunden den österreichweiten Werbespot. Dieses Engagement habe ihr viel gegeben. „Mir ist echt was abgegangen, seit ich im Herbst in Wien zu studieren begonnen habe.“