Beim diesjährigen Solidaritätspreis wurden zwei Afrika-Projekte, zwei Projekte zur Integration von Menschen mit Beeinträchtigung, zwei Frauen, die Kinder von Asylwerberfamilien vor allem schulisch unterstützen, zwei Kultur-Brücken-Projekte und zwei Initiativen mit starker kirchlicher Anbindung ausgezeichenet. Ab sofort ist die Fotogalerie zur Preisverleihung abrufbar!
Ausgabe: 2012/20, Solidaritätspreis, Ball der Begegnung, Haslach, Doris Atzmüller, Katrin Eckerstorfer, ÖSSU, Internationale Frauenbegegnung, Vöcklabruck, Carlo Neuhuber, Othmar Weber, Burkina Faso, Welser Augen-OP-Team, I-Treff, STUWE , Margarete Schlosser, M
15.05.2012
- Ernst Gansinger
Unsere Gesellschaft wird nicht nur vom Geist der Konkurrenz geprägt. Es gibt auch den Geist der Solidarität. Schöne Beispiele dafür geben die Solidaritätspreisträger/-innen. Davon konnten sich die gratulierenden Repräsentanten aus Land und Diözese – Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, sein Stellvertreter Josef Ackerl, Bischof Dr. Ludwig Schwarz und Landtagspräsident Friedrich Bernhofer – wie alle anderen (etwa 300) Festgäste überzeugen .
Das Miteinander stärken. So vielfältig die Aussagen von und zu den Preisträger/innen sind, so sehr ähneln sie sich im Kern: Im Miteinander liegt der Schlüssel für eine gute Zukunft. „Diese Begegnungen sind das Beste, was mir im Leben passiert ist“, schwärmt etwa Sanaz aus dem Iran. Sie nimmt an den Treffen der „Internationalen Frauenbegegnung Vöcklabruck“ teil. „Allein geht man ein“, sagt Carlo Neuhuber, ein überzeugter Vernetzer. „Mir ist auch immer wieder geholfen worden und das möchte ich weitergeben“, schöpft Margarete Schlosser aus eigenem Erleben Kraft. Auch Monika Gschaider fühlt sich „durch die Lernerfolge und die Freude der Kinder“ als Beschenkte.
Christliche Haltung. „Im Prinzip ist es eine christliche Haltung“, macht Franz Reithofer aus der Pfarre St. Peter am Hart nicht viel Aufhebens darum, dass sich die Pfarre immer wieder obdachloser Menschen annimmt. „Wir wollen das wechselseitige Verständnis für alle Bürger/innen fördern“, betonen die Vertreterinnen der ÖSSU (Österreichische Schüler/innen und Student/innen Union), von Muslimas und Muslimen getragen. Und die Verantwortlichen vom kirchlichen Jugendzentrum STUWE in Linz möchten in ihrem Zentrum möglichst viele gesellschaftliche Gruppen haben, so fördern sie auch die Inklusion von Jugendlichen mit Beeinträchtigung. Fürs Leben gelernt haben Doris Atzmüller und Katrin Eckerstorfer, die in Haslach gemeinsam mit Menschen mit Beeinträchtigung einen „Ball der Begegnung“ organisiert haben. Der Rot-Kreuz-Ortsstellenleiter von Altenberg, Othmar Weber, sammelte bisher 3000 Fahrräder für Burkina Faso und freut sich: „Für die Leute in Burkina Faso bedeuten Fahrräder Mobilität, Trinkwasserversorgung, Schulbildung und vieles mehr.“ Für das Welser Augen-OP-Team um Primar Dichtl, das seit 2001 mehr als 1700 Augen-Operationen in Äthiopien durchgeführt hat, wurde die Stadt Debre Markos zum zweiten medizinischen Zuhause.