Nicht nur die Wirtschaftsexperten streiten darüber, auch beim G-8-Gipfel in Camp David prallten die Meinungen aufeinander: Sparkurs oder Belebung der Wirtschaft durch öffentliche Investitionen. Durch die politische Krise in Griechenland wird dieser Konflikt weiter angeheizt. Doch wie so oft im Leben gibt es auch in dieser Frage kein „Schwarz“ oder „Weiß“. Es geht um eine Balance. Wie kann die Wirtschaftskrise, die in manchen Ländern bedrohliche Ausmaße erreicht hat und fast die Hälfte der jungen Leute vom Arbeitsmarkt ausschließt, bekämpft werden, ohne dass die zum Teil fahrlässige Schuldenpolitik fortgesetzt wird? Dazu braucht es neue Wege der Solidarität und neue Regeln für die Finanzmärkte – in Europa und darüber hinaus. Hans Baumgartner
Von „Tetschn“ und „Watschn“
Die Äußerungen so mancher Politiker in unserem Land sind unerträglich. So auch der „Tetschn“-Sager Uwe Scheuchs. Der FPK-Chef, Bildungsreferent (!) und Landeshauptmannstellvertreter Kärntens, plädiert mit seiner peinlichen Aussage für mehr Durchgriffsrechte der Lehrer an Schulen. Wir leben im 21. Jahrhundert, wo körperliche Züchtigung an österreichischen Schulen verboten ist. Scheuch wehrt sich jetzt und meint, er sei nicht für Gewalt und eine „Tetschn“ sei keine „Watschn“. Nun, was denn dann? Anstatt gedankenlos daherzureden, wäre es sinnvoller, mehr in die Lehrerausbildung und in zusätzliche Stützkräfte an Schulen zu investieren. Denn Gewalt erzeugt nur wieder Gewalt. Körperliche Züchtigung als Erziehungsmaßnahme – nein danke! Susanne Huber