Mein Sohn macht die Matura. Er wird es schaffen, ich vertraue auf ihn. Ob er dann allerdings wirklich reif ist und ganz ohne meine mütterlichen Ratschläge auskommen wird, muss ich mir erst noch überlegen.
keine Schule mehr!“ Falcos Hymne für Schulabgänger kam für mich leider drei Jahre zu spät. Aber der Titel ist eben seit Jahrzehnten das Synonym schlechthin für das große Aufatmen nach der Matura. Zwölf oder mehr Schuljahre sind vorbei, die letzten Prüfungen sind geschafft – die große Freiheit beginnt, Welt, ich komme!
Von wegen! Was erwartet die Jugend heute? Hunderte verschiedene Studienrichtungen an Fachhochschulen und Universitäten, überfüllte Hörsäle und enorm hohe Standards bei Prüfungen. Dazu kommt aktuell eine wirtschaftlich höchst angespannte Situation und langfristig die unerquickliche Aussicht auf unsichere Pensionen nach einem langen Arbeitsleben.
Warum ich mich mit diesem Thema beschäftige? Weil es für mich in wenigen Wochen ein zweites und endgültiges „Nie mehr Schule“ geben wird. Bald werden Hausübungen, Schularbeiten und Referate der Vergangenheit angehören. Mein Sohn steht vor der Matura und er wird es schaffen, ich vertraue auf ihn.
Ob er dann allerdings wirklich reif ist und ganz ohne meine mütterlichen Ratschläge auskommen wird, muss ich mir erst noch überlegen.