Frauenministerin Heinisch-Hosek will die Familienförderung neu regeln. Alles soll einfacher und transparenter werden, hört man – und denkt sich: Wo ist der Haken? Nun, die Frauenministerin will 150 Millionen Euro bei den Familien einsparen, um damit mehr Betreuungseinrichtungen zu schaffen. Gleichzeitig soll die Dauer des Kinderbetreuungsgeldes (derzeit Vater und Mutter maximal 36 Monate) gekürzt werden. Damit will sie die Mütter und Väter drängen, ihre Kinder früher fremdbetreuen zu lassen und rascher an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Für jene, die das wollen, gibt es jetzt schon mehrere Optionen zur Wahl; den anderen wird die Wahlfreiheit genommen. Und was den Kindern guttut, fragt ohnedies niemand. Hans Baumgartner
Gewalttaten in Syrien gehen weiter
Laut syrischem Präsidenten Baschar al-Assad sind nach wie vor Terroristen und das Ausland Schuld an der Gewalt im Land. In einem Bericht des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte werden massive Menschenrechtsverletzungen angeprangert, die zum Großteil von der Armee und Sicherheitskräften der Regierung verübt werden. Unter den Opfern sind auch viele Kinder. Was für eine Schande. Eine Schande ist auch, dass China und Russland immer noch alle Versuche des UN-Sicherheitsrates, Druck auf Syrien auszuüben, blockieren. Damit wird die Rolle der UNO als Garant für internationale Sicherheit untergraben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon warnte kürzlich vor einem Bürgerkrieg in Syrien – doch der Bürgerkrieg im Land hat schon begonnen. Susanne Huber