Eines der Dauerthemen bei jungen Eltern ist die Nachtruhe ihrer Kinder. Schließlich ist es nicht unwesentlich für die Laune am nächsten Tag, ob man acht Stunden durchgeschlafen hat oder alle zwei Stunden aufstehen musste oder die Nacht vom Kind an den Rand gedrängt an der Bettkante hängend verbracht hat, nur leicht vor sich hindösend. Ich kann jedenfalls sagen, dass für meine Kinder der Schlaf irgendwie ein Feindbild ist. Der Sohn hat mit zwei Jahren die Mittagsruhe für sich abgeschafft. Man könnte ja was versäumen. Mit der Zeit haben wir verschiedene Techniken probiert, damit sie friedllich einschlummern am Abend und bei der Jüngeren auch zu Mittag: mit dem Kinderwagen fahren, mal schnell, mal langsam. Singen, mal laut und eindringlich (Schlaf, Kindchen, schlaf!), dann eher leise. Die Kinder mal im Arm halten und ein anderes Mal übers Bett gebückt sein, bis man das eigene Kreuz nicht mehr spürt. Der Vorteil ist, dass ich selbst gelernt habe, in fast jeder Situation zu schlafen. Neben dem Bett der Kinder ausharrend bin ich selbst am Parkettboden eingeschlafen und bin erst nach Stunden wieder aufgewacht. Wer weiß, ob ich nicht erst recht Schlafprobleme habe, wenn ich in Ruhe und mit genug Platz im Bett liegen kann und mir kein kleines Füßchen zwischen die Augen gestoßen wird.