Man muss selbstsicher auftreten! Nur ja keine Reste vom Vielleicht anklingen lassen. Am besten ist, eine Reihe von Worten aus dem Wortschatz zu streichen: Wortverbindungen wie „Ich weiß nicht“ – „kann sein“ – „schon, aber“ – „außer“ ... Sie sind verräterische Boten der Unsicherheit.
Menschen kommen ins Gespräch, das Thema wechselt mehrfach, springt vom gestrigen Fernsehbeitrag zum kommenden Fußballspiel und zur allgemeinen politischen Lage. Die einen geben Gas, wissen alles, noch bevor die anderen einen Satz formuliert haben, der möglichst viel in Bedacht ziehen will. Die Formulierungs-Ringer und Inhaltsprüfer bleiben in den Gesprächen Zuspätkommende und Zukurzkommende. Was sie zu sagen haben, geht unter, bevor es die anderen überhaupt wahrgenommen haben. Während der Wortstrudel allen Zweifel entert, der sich vom Ufer des Gesprächstroms in die riesigen Erklärungs-Fluten wagt, kräuseln sich auf den Diskussions-Schaumkronen die Sätze der von sich Überzeugten.
Ich breche eine Lanze für den Zweifel. Er wäre zweifellos eine gutes Werkzeug gegen Satz-Dampfwalzen und Wortfluten.