Dieses Wochenende findet in Bethlehem das erste Kinderfestival statt. Organisiert wird es vom „Wakaiuk-Apachen“ Andreas Kickinger, unserem Kopf der Woche.
Begonnen hat alles mit der Lust zum Indianerspielen. Ende der 60er Jahre erreichte die damals beliebte Jungschar-Methode der Wakaiuk-Apachen auch das niederösterreichische Herzogenburg. Der Tischlermeister Bertl Rumpler wollte mit seinen „Indianern“ auf Lager gehen. Um die notwendigen Zelte anschaffen zu können, wurde 1971 ein Kindervolksfest veranstaltet. Daraus entstanden im Lauf der Jahre die Kinderfestspiele, Österreichs größtes Kinderkulturfestival mit 15.000 bis 18.000 Teilnehmer/-innen an zwei Augustwochenenden. Der damalige Jungscharkaplan und heutige Propst des Stiftes Herzogenburg, Maximilian Fürnsinn, gehört seit Beginn zu den tatkräftigen Unterstützern. Und so ist das Kloster auch nach seiner Totalrenovierung weiter für die Kinder offen. Andreas Kickinger sieht darin ein bewusst gelebtes Zeugnis für eine kinder- und menschenfreundliche Kirche im Sinne Jesu: „Lasset die Kinder zu mir kommen.“
Anstoß. Der Theologe und Geschäftsführer von Biblische Reisen, Andreas Kickinger, hat 1997 nach dem Tod seines ehemaligen Jungscharhäuptlings Rumpler mit einem Team die Kinderfestspiele fortgeführt. „Anlässlich mehrerer Jubiläen – 70. Geburtstag des Propstes, 900 Jahre Stift, 1000 Jahre Pfarre – haben wir diskutiert, was man da machen könnte. Und da kam die Idee auf, gehen wir ganz zum Ursprung zurück, dorthin, wo das Kind Jesus geboren wurde, und machen wir dort das, was wir am besten können: ein Kinderfestival.“ Dieses Wochenende wird aus einer verrückten Idee Wirklichkeit.