Und nein, diesmal nicht von Björk und auch nicht von Sigur Rós, sondern von den Newcomern „Of Monsters And Men“. 2010 gewann die Band mit dem bläserlastigen Song „Little Talks“ den isländischen Bandwettbewerb „Músiktilraunir“, danach erschien das Debüt „My Head Is An Animal“ und das Sextett stürmte die nationalen Charts. 2012 machten sich „Of Monsters And Men“ auf, um Resteuropa zu erobern … … mit einer Opulenz und einem Sound, der immer wieder Erinnerungen an „Arcade Fire“ wachruft, ist das auch nicht weiters schwer: ob nun das Akkordeon in „King And Lionheart“, die immer wiederkehrenden „Lalala“-Gesänge und „Hey!“-Rufe in „Dirty Paws“ oder das monotone und treibende Schlagzeug in „Six Weeks“ – eine Hymne jagt die andere. Anmutig, folkig und ruhig wird es dann mit „Love Love Love“ und herrlich melancholisch mutet schließlich „Slow And Steady“ an. Die Themen der einzelnen Songs sind meist verträumt, märchenhaft und naturnah und erfüllen damit auch die Klischees, die man mit Island in Verbindung bringt: Wir hören Geschichten über Wale mit Häusern auf dem Rücken, in denen Menschen die Ozeane bereisen können, und Abenteuerhaftes, indem man dem Ruf der Berge folgt.
- Of Monsters And Men – My Head Is An Animal (erschienen bei Universal Republic).