Regina blieb sich selbst und ihrem Glauben treu und wurde dafür umgebracht. Die Lehrerin Regina Übleis aus Pollham zum Namenstag ihrer Patronin am 7. September.
Ausgabe: 2012/36, Übleis, Regina
05.09.2012
- Regina Übleis
Als ich geboren wurde, stand noch nicht fest, welchen Namen ich tragen sollte. Meine Eltern einigten sich schließlich auf den Rufnamen Regina und Klara als Zweitnamen. Eines Tages – ich war ungefähr viereinhalb Jahre alt – kam ein betagter Herr zu Besuch, der mich nach meinem Namen fragte. Ich antwortete und er wiederholte ganz langsam: „Regina Klara“, und meinte dann: „Du hast einen besonderen Namen, denn Regina heißt Königin und Klara bedeutet hell, klar, berühmt.“ Heute spüre ich noch den Stolz von damals. Viele Jahre später beschäftigte ich mich mit meinen Namenspatroninnen. Regina war in der frühen Zeit des Christentums die Tochter einer angesehenen Familie in Frankreich. Sie wurde von ihrer christlichen Amme heimlich mit dem Glauben vertraut gemacht. Als sie sich dazu bekannte, wollte ihr Vater sie umstimmen. Vergeblich! Lieber ging sie ins Gefängnis, wo sie zum Tode verurteilt wurde. Am 7. September denke ich bewusst an diese mutige Frau, die sich selbst und ihrem Glauben treu blieb – bis zur letzten Konsequenz.