Ich beunruhige mich oft zu viel mit dem, was andere von mir denken könnten und passe mich deshalb dem Mainstream an – auch wenn das gar nicht dem entspricht, was mir wichtig und wertvoll ist.
US-amerikanische Filmkomödien sind manchmal gar nicht so inhaltslos, wie es auf den ersten Blick scheint. Das musste ich bei dem Film „21 Jump Street“ feststellen, der von einer herrlichen Situationskomik profitiert. Vor allem eine Begebenheit brachte mich zum Schmunzeln und Nachdenken: Nach und nach bemerken die zwei Protagonisten, die als Undercover-Ermittler an einer High School einen Drogenring aufdecken sollen, dass alles, was in ihrer Schulzeit „cool“ war, bei ihren jetzigen Mitschülern nur mehr verächtliches Kopfschütteln verursacht: Schulrucksäcke werden nicht mehr lässig über einer Schulter getragen, sondern mit beiden Trägern; Fahrradfahren ist „in“, Benzin fressende Sportwägen „out“ und schlechte Noten sind nur mehr für Dummköpfe. Mich begeisterte die charmante Art, mit der dieser Film unserer Gesellschaft einen Spiegel vorhält: Auch ich beunruhige mich oft zu viel mit dem, was andere von mir denken könnten und passe mich deshalb dem Mainstream an – auch wenn das gar nicht dem entspricht, was mir wichtig und wertvoll ist. Aber spätestens, wenn ein Trend vom nächsten abgelöst wird, bereue ich, wie viel Freiheit, Zeit und Energie ich für etwas absolut Vergängliches und Oberflächliches geopfert habe, anstatt einfach ich selbst zu sein.