Die Gesundheitspsychologin Notburga Trauner arbeitet für die Flüchtlingshilfe. Sie erzählt was ihr die Tiroler Volksheilige bedeutet (Namenstag Notburga am 13. September).
Ausgabe: 2012/37, Notburga, Namenstag, Trauner
12.09.2012
Ich wurde nach meiner Großtante, die Klosterschwester war, benannt. Glücklich war ich mit diesem Namen lange Zeit nicht, die zahlreichen Schreibweisen sorgen immer wieder für Verwirrung und der Name entspricht nicht unbedingt dem heutigen Trend. Jedoch lernte ich mehr und mehr diesen außergewöhnlichen Namen zu schätzen und Abkürzungen wie „Noti“ oder „Burgi“ ganz wegzulassen. In den gängigen Kalender ist der Name „Notburga“ kaum mehr zu finden und wurde durch Tobias oder Johannes ersetzt. Die heilige Notburga ist eine Tiroler Volksheilige und die Patronin der Dienstmägde, Bauern, des Feierabends und für alle Nöte der Landwirtschaft. Sie lebte um 1265 in Rattenberg in Tirol. Notburga ist für ihre zahlreichen Wunder bekannt. Die Bedeutung des Namens steht für „Schützerin in Gefahr und Not“. Damit kann ich mich sehr gut identifizieren, da meine Arbeit unter anderem darin besteht, Menschen in Not Zuflucht und Schutz zu bieten. „Nomen est Omen.“